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adesso berät zu Erfolgsfaktoren für agile Softwareentwicklung in der Automobilindustrie

Dortmund | 13. September 2018

adesso unterstützt deutsche Automobilunternehmen beim Umstieg auf die agile Softwareentwicklung. Der IT-Dienstleister erläutert, worauf es dabei ankommt.

Agilität ist nicht nur ein Modewort, sondern hat sich in der Softwareentwicklung in den letzten Jahren bewährt: Agile Prinzipien sorgen dafür, dass Projekte schlanker, flexibler und unbürokratischer ablaufen. Unternehmen quer durch alle Branchen versprechen sich davon Zeit- und Kostenersparnisse – auch und gerade in der Automobilindustrie und bei ihren Zulieferern. Geschwindigkeit spielt hier eine große Rolle, nicht zuletzt seitdem der Software- und Elektronikanteil in den Fahrzeugen so immens angestiegen ist. Benötigt ein neuer Autotyp durchschnittlich mehrere Jahre bis zur Marktreife, haben die darin enthaltenen Softwarekomponenten hingegen viel kürzere Entwicklungszyklen. Bei alldem erwartet der Kunde heute seinen neuen Wagen mit der aktuellsten Hightech-Ausstattung. Richtiges Timing ist also gefordert.

Vor dem Hintergrund dieser Marktveränderungen ermöglichen agile Prozesse den Autoherstellern, ihre Planungs-, Entwicklungs-, Bestell- und Produktionssysteme flexibel und schnell an die neuen Anforderungen anzupassen. „Agile Entwicklung bringt den großen Fahrzeugherstellern Wettbewerbsvorteile, aber erfordert auch einen Kulturwandel in den Unternehmen. Wir helfen der Automotive-Branche mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Agilität, diese Veränderungen zu stemmen“, sagt Stefan Hussmann, Leiter des Geschäftsbereiches Automotive bei adesso.

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Stefan Hussmann leitet den Bereich Automotive bei der adesso AG

Und so lauten die adesso-Tipps für das Gelingen der „agilen Transformation“:

1. Veränderung von oben vorleben: Agilisierung heißt Kulturwandel. Damit dieser gelingt, muss das Management diese Entscheidung von oben vorleben. Da dabei neue Rollen entstehen, geben die Führungskräfte ihre gewohnten Positionen ab und delegieren Verantwortung an die Mitarbeiter, die mehr Entscheidungskompetenz erhalten.

2. Coaching-Partner suchen und auf die richtige Methode setzen: Unternehmen wird empfohlen, für die Umstellung auf agile Methoden einen externen Coachingpartner hinzuzuziehen, um nicht der eigenen „Betriebsblindheit“ aufzusitzen. Zudem müssen die gewählten agilen Entwicklungsmethoden für die komplexen und gewachsenen Strukturen der Automotive-Branche geeignet sein. Agile Konzepte wie Scrum, LeSS, Kanban und SAFe sind auf den jeweiligen Unternehmenskontext anzupassen.

3. Entwicklungsarbeiten laufen lassen. Zur Vorbildfunktion des Managements gehört auch, dass die Führungskräfte nicht mehr kurzfristig in laufende Entwicklungsarbeiten eingreifen. Ist ein Sprint gestartet, sollten sie nicht mehr mit neuen Anforderungen auf die Entwickler zugehen und verlangen, dass sie unmittelbar umgesetzt werden. Sonst gerät die komplette Planung aus den Fugen. Im Kern besagt Agilität aber auch, dass Neues laufend in der Praxis erprobt und flexibel auf Gültigkeit überprüft wird. Was nicht funktioniert, wird wieder verworfen.

4. Neue Meetingkultur etablieren. Agile Softwareentwicklung erfordert neue Abstimmungsmeetings. Bisherige Meetings, die häufig nur dem reinen Reporting dienen, sollten nach Möglichkeit gestrichen werden. Alle beteiligten Teams sollten für bessere Transparenz einen gemeinsamen Kalender nutzen, in dem ihre Entwicklungszeiten geblockt sind.

5. Klaren Fokus auf den Nutzen richten. Agilität bedeutet die volle Konzentration auf den Business Value einer Software, also ihren Nutzen für die Anwender. Diesen Nutzen können vor allem die Fachabteilungen einschätzen. Der Product Owner einer Software sollte deshalb aus der Fachabteilung kommen und nicht aus der IT.

6. IT und Fachabteilungen integrieren. Diesem Product Owner steht idealerweise ein „Proxy“, also eine Art Bevollmächtigter aus der IT-Abteilung, zur Seite. Denn nur diese Abteilung weiß, welche IT-Abhängigkeiten vorhanden sind. Dann können beide gemeinsam das Produkt vorantreiben und dabei sowohl die fachliche als auch die IT-Sicht angemessen berücksichtigen.

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