Hier setzt adesso mit verschiedensten etablierten Kooperationspartnern mit ihrer AURA-Lösung an. Von der Digitalisierung aller Dokumente und Anbindung aller Systeme bis zum KI-generierten Arztbrief bieten sie eine Ende-zu-Ende Digitalisierungslösung aus einer Hand an.
Damit können alle Dokumentationslösungen, beginnend mit der digitalen Anamnese bis hin zu automatisch vorgefertigten Dokumenten (z.B. Arztbrief oder Antrag auf Anschlussheilbehandlung) automatisch generiert werden. Die deutlich verbesserte Mensch-Maschine-Kommunikation wird durch unterschiedliche Komponenten ermöglicht und führt in jedem Fall direkt zu strukturierten Daten, die zukünftig auch von weiteren Anwendungen (wie z.B. Entscheidungsunterstützungssystemen) verarbeitet werden können. Die einzelnen Komponenten der alles-aus-einer-Hand-Lösung sind:
Schnittstelle ins PVS/KIS
Arzt-Patientengesprächsdokumentation via “Ambient Listening”
GenAI zur Erstellung von Arztbriefen oder Befunden
Medizinische Interpretation von Laborwerten und Patientenanamnesen
Codierungsvorschläge für die Abrechnung
Verarbeitung von Vorbefunden, vorgelagerter Diagnostik
Automatische, patientenindividuelle Erstellung von Reha-Anträgen und anderen Formularen, Verlauf von Maßnahmen
Alle einzelnen Komponenten zur digitalen Lösung aus einer Hand
Über eine sogenannte „Ambient Listening“ Lösung werden Arzt-/Patientengespräche live transkribiert, auf medizinische Relevanz hin interpretiert und strukturiert gespeichert. Vorbefunde werden unmittelbar maschinenlesbar gescannt. Neben den strukturiert aufgenommenen Daten können auch Daten des PVS, KIS oder des Labors für die Informationssammlung genutzt werden.
„Die Entwicklung von AURA zur Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette der medizinischen Dokumentation ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie digitale Anwendungen die medizinische Versorgung nachhaltig entlasten kann. Wir vereinfachen den Alltag unserer Ärzte signifikant“, beschreibt der ärztliche Direktor der MVZ-Kette, in der das Pilotprojekt gestartet wurde, seinen Eindruck.
„Künstliche Intelligenz birgt viele Chancen, kann jedoch die medizinische Versorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Pflegende keineswegs ersetzen. Der Start des neuen KI-Sprachmodells in unserem Hause unterstreicht auf eindrucksvolle Weise das große innovative Potenzial digitaler Medizin, die eine langfristige Unterstützung für Patientinnen, Patienten und medizinisches Personal mit sich bringen kann“, ergänzte der ärztliche Direktor nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Software.
Human in the loop: Bis zu 70% reduzierter Arbeitsaufwand durch den behandelnde Arzt
Alle Dokumentationen werden von Ärztinnen und Ärzten geprüft, ggf. angepasst und freigegeben. So ist sichergestellt, dass die Dokumentation und Berichte durch die KI stets qualitativ hochwertig und inhaltlich korrekt und vollständig sind. Dieser Schritt ist allerdings deutlich weniger aufwendig, als die gesamte Dokumentation oder Berichtserstellung selbst duchzuführen. Mit AURA können etwa 70 % der händischen Dokumentationsaufwände – wertvolle Zeit, die Ärzte in die Arbeit mit Patienten investieren können.
Umfassende und individualisierte Darstellung des Krankheitsverlaufs
Die im Aufbau befindliche Plattformlösung wird den niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern Schritt für Schritt zur Verfügung gestellt. „Da das KI-Modell an realen, aber anonymisierten Patientenfällen trainiert wird und die Entwicklung an hohe qualitätssichernde Standards gekoppelt ist, ist AURA sehr exakt und stellt dadurch einen wichtigen Mehrwert für die Dokumentation von Gesprächen und in der Erstellung von Arztbriefen dar. Der jeweilige Krankheitsverlauf der Patienten wird umfassend und gleichzeitig individualisiert abgebildet und mit klinischem Wissen verbunden“, sagt Dr. med. Kurt Petzuch, Senior Business Development Manager bei adesso SE.
„Spannend an AURA ist die zugrundliegende Technologie. So werden die Diagnosen und Laborwerte in einen Kontext gebracht und anschließend in Abschlussdokumentationen auch diskutiert. Diese Technologie gibt uns die Möglichkeit, verschiedenste, wie z.B. die Erstellung von Berichten, Überweisungsscheinen und Anträgen, in AURA zu implementieren, die für unsere Patientinnen und Patienten sowie die behandelnden Kolleginnen und Kollegen einen echten Mehrwert bieten“, ergänzt Dr. med. Kurt Petzuch. „Ein großer Vorteil liegt für unsere Kunden darin, dass AURA die gesamte Prozessdigitalisierungskette abdecken kann. Von der Digitalisierung von physischen Papierdokumenten über die Anbindung ans PVS können alle Module eingebunden werden. Dadurch bekommen unsere Kunden nahezu eine „plug and play“- Lösung, bei der wir die komplette technische und inhaltliche Umsetzung gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzte übernehmen. Selbstverständlich werden Patientendaten unter Wahrung sämtlicher datenschutzrechtlicher Vorgaben und unter höchsten Sicherheitsstandards verarbeitet.“
Die Software setzt dabei auf gängige Branchenstandards, wie FHIR, LDT und HL7, ist für die meisten PVS, LIS und KIS Systeme einsetzbar und berücksichtigt Standards, wie ISO 27001, C5 Testat und DSGVO.