Megatrends bzw. Basisinnovationen haben das Potenzial, langfristige und strukturelle Veränderungen in allen Lebensbereichen auszulösen. Das gilt auch für KI. Was mit Automation, Chatbots, ChatGPT seinen Anfang genommen hat, wird mit stetig neuen Anwendungsfällen weitergeführt – mit spürbaren Folgen für die Art und Weise, wie Banken in Zukunft ihre Wertschöpfung gestalten.
Für Banken ergeben sich durch KI vielfältige Chancen von Kostenreduktion und Effizienz über bessere Kundenerlebnisse bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Mit dem zunehmenden Einzug von KI in die Unternehmenswelt steht die Branche vor einer großen Transformationswelle, die auch die Zukunft der Arbeit grundlegend verändern wird. Dabei ist diese Transformation alles andere als geradlinig, denn mit den Chancen kommen auch Herausforderungen: Einerseits treibt KI Effizienz und Automatisierung durch Arbeitsteilung und optimierte Ressourcenallokation voran, fördert die Entwicklung neuer Vertriebspotenziale, die langfristig die Bankwertschöpfung beeinflussen. Andererseits löst sie Kräfte der „kreativen Zerstörung“ à la Schumpeter aus und stellt das Bestehende und Bewährte auf den Kopf. Für Banken und Finanzinstitute impliziert dieser Wandel höchste Ansprüche an die Mitarbeitenden und Organisationen, um die Chancen der KI optimal zu nutzen und den Wandel aktiv zu gestalten.
In diesem Interview gibt uns Marcel Pochert, Head of Digital Innovation & Cloud Enablement bei Berenberg, seine Einschätzung, wie KI die Art und Weise der Zusammenarbeit im Banking verändert, wie sie die Wertschöpfung von Banken langfristig beeinflussen kann und wo es einen Kulturwandel gibt.