Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist in der Finanzwirtschaft längst gelebte Praxis. Finanzunternehmen integrieren KI zunehmend entlang der gesamten Wertschöpfungskette und treiben damit eine tiefgreifende Transformation voran – von der Automatisierung und Datenanalyse über das Risikomanagement bis hin zu personalisierten Kundenservices. Aktuelle Studien zeigen, dass bis Ende 2025 bereits bis zu 95 Prozent der Banken KI-Lösungen eingeführt hatten oder unmittelbar vor deren Einführung standen.
Die Einführung der Technologie ist dabei weit mehr als ein Innovationsprojekt. Richtig eingesetzt steigert KI die Effizienz, reduziert Risiken, verbessert die Entscheidungsqualität und eröffnet neue Wachstums- und Ertragspotenziale. Gleichzeitig erfordert sie Investitionen, geeignete Daten, qualifizierte Mitarbeitende sowie eine klare strategische Ausrichtung. Der nachhaltige Erfolg von KI bemisst sich daher nicht an der Anzahl implementierter Anwendungen, sondern an ihrem konkreten geschäftlichen Mehrwert.
Im Mittelpunkt stehen heute zunehmend zweckorientierte KI-Anwendungen, die reale Herausforderungen lösen und einen messbaren Nutzen schaffen. In diesem Experteninterview spreche ich mit Carsten Schrader, Chief Information & Technology Officer (CITO) bei der Hamburg Commercial Bank (HCOB) darüber, warum bei der Einführung von KI nicht die Technologie selbst, sondern die zu lösende geschäftliche Herausforderung im Mittelpunkt stehen sollte. Zudem beleuchten wir, wie sich skalierbare KI-Plattformen erfolgreich in Unternehmen etablieren lassen und welchen Beitrag sie zu mehr Effizienz, Produktivität und Wissensmanagement leisten.