Bekannter Bedarf, gescheute Umsetzung
Das Problem ist nicht, dass Unternehmen keinen Handlungsbedarf sehen. Bereits 73 Prozent modernisieren ihre IT-Systeme und weitere 24 Prozent planen dies. Vielmehr haben sich Unternehmen lange nicht an solche Vorhaben herangetraut, da es viele Beispiele für ausufernde oder gescheiterte Projekte gibt. 53 Prozent der Unternehmen nennen die Kosten als größter Bremsfaktor, 35 Prozent nennen fehlende interne Ressourcen oder Expertise und 31 Prozent das Risiko von Betriebsunterbrechungen. Dabei steigt der Modernisierungsdruck auf die Unternehmen zunehmend: Mit jeder Fachkraft, die ein System über Jahre betreut hat und in den Ruhestand geht, geht auch das Wissen über dessen historisch gewachsene Besonderheiten verloren. Hinzu kommt der Anspruch, die eigenen Kernanwendungen für neue Technologien und veränderte Geschäftsmodelle fit zu machen – eine Anforderung, der viele Altsysteme strukturell nicht mehr gewachsen sind. 43 Prozent der Unternehmen nennen die fehlende oder eingeschränkte Integration neuer Technologien wie KI in ihre Bestandssysteme explizit als Treiber für ihre Modernisierungsvorhaben.