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Wer heute über Data & Analytics spricht, landet schnell bei Technologie: Data Lakes, KI, Cloud-Plattformen. Doch der eigentliche Engpass liegt woanders – zwischen Insight und Action.

Viele Unternehmen schaffen es inzwischen, Daten zu sammeln, zu visualisieren und beeindruckende Dashboards zu bauen. Aber: Sie tun sich schwer damit, aus diesen Erkenntnissen tatsächlich konsequent Maßnahmen abzuleiten und deren Wirkung nachzuhalten. Genau dort entscheidet sich, ob Daten zum Wettbewerbsvorteil werden oder zum hübschen Reporting-Accessoire verkommen.

Das eigentliche Problem: Daten Insights ohne Handlungspfad

Typischer Projektverlauf:

  • Ein Use Case wird identifiziert,
  • ein Modell gebaut,
  • ein Dashboard implementiert – und dann passiert: erstaunlich wenig.

Warum? Weil drei Fragen meistens nur halbherzig beantwortet, sind:

  • Wer ändert was im operativen System?
    Ein Churn-Modell, das abwanderungsgefährdete Kundschaft identifiziert, erzeugt keinen Wert, solange niemand Kampagnen, Angebote oder Service-Prozesse daran ausrichtet.
  • Woran messen wir konkret den Erfolg?
    Klicks, Views und Öffnungsraten sind leicht zu messen, aber nicht unbedingt geschäftsrelevant. Umsatz pro Kunde, Verlängerungsraten, Servicekosten pro Ticket oder Beschleunigung bestimmter Prozessschritte sind die Kennzahlen, die am Ende zählen.
  • Bis wann erwarten wir welchen Effekt?
    Daten- und KI-Initiativen brauchen Zeit. Im Schnitt vergehen Monate, bis Investitionen sich rentieren. Wer keine klare Zeitachse mit Zwischenzielen definiert, verliert schnell die Geduld oder bricht Projekte ab, kurz bevor sie Wirkung entfalten.

Data Value Strategy: Vom Business Case zur verankerten Maßnahme

Eine echte Data Value Strategy beginnt nicht beim Tool, sondern bei der Wertschöpfungskette:

Business Value klar definieren
  • Welche konkreten Use Cases haben Priorität?
  • Welcher finanzielle oder strategische Impact wird erwartet (Kosten, Umsatz, Risiko, Customer Experience)?
  • Wie ordnen sich diese Use Cases in die Gesamtstrategie des Unternehmens ein?
Insight-to-Action-Ende-zu-Ende denken

Zwischen einem Insight („Segment X hat hohe Wechselbereitschaft“) und der tatsächlichen Action liegen mehrere Schritte:

  • Ableitung konkreter Maßnahmen (Retention-Kampagne, angepasstes Pricing, Prozessanpassung im Service)
  • Umsetzung in operativen Systemen (CRM, Marketing Automation, Shop, Callcenter-Software, ERP)
  • Anpassung von Prozessen und Rollen (Wer entscheidet? Wer setzt um? Wer verantwortet den Erfolg?)
Value Measurement explizit verankern

Hier wird aus „wir glauben, das bringt was“ ein belastbares Steuerungsmodell. Dazu gehören:

  • Definition weniger, aber aussagekräftiger Kern-KPIs pro Use Case
  • Festlegung von Baseline, Zielwerten und Zeitachse
  • Messkonzepte, die nicht nur kurzfristige Lift-Effekte, sondern auch laufende Effizienz- und Qualitätsgewinne abbilden
  • Monitoring-Setups, die automatisch zeigen, ob Maßnahmen wirken – und wann nachjustiert werden muss

Value Measurement ist genau diese Disziplin: das systematische, transparente Messen des Wertbeitrags von Dateninitiativen – nicht nur einmalig, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Use Cases.

Whitepaper: Vom Data Chaos zum Data Driven Enterprise

Wer diese End-to-End-Perspektive auf Value Measurement und Insight-to-Action noch vertiefen möchte, findet in unserem Whitepaper ‚Vom Data Chaos zum Data Driven Enterprise‘ praxisnahe Strategien, konkrete Frameworks und Checklisten für die Umsetzung im Unternehmen.

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Warum viele Unternehmen bei der Data Value Strategy scheitern

In der Praxis lassen sich wiederkehrende Muster beobachten:

  • Falsche Metriken: Der Fokus liegt auf dem, was leicht messbar ist (Klicks, Impressionen, Dashboard-Nutzungszahlen), nicht auf dem, was geschäftskritisch ist (Deckungsbeiträge, Abwanderungsraten, Durchlaufzeiten).
  • Keine Anpassung operativer Systeme: Erkenntnisse bleiben im Analytik-Kosmos, weil CRM, ERP, Shops oder Service-Systeme nicht angepasst werden – oder weil niemand die Verantwortung trägt, Insights in Prozesslogik zu übersetzen.
  • Fehlende End-to-End-Verantwortung: Data-Teams liefern Modelle und Reports, Fachbereiche sollen „irgendwas damit machen“. Diese Verantwortungsdiffusion führt dazu, dass Projekte mit guten Ergebnissen auf dem Papier in der Realität verpuffen.
  • Unklare Zeitachsen: Erwartungshaltungen („in drei Monaten muss sich das rentieren“) passen nicht zur Natur der Use Cases und zur erforderlichen Transformationsarbeit.

Wie aus Datenprojekten Wertschöpfungsprogramme werden

Ein wirksamer Ansatz besteht darin, Daten nicht als Einzelprojekte, sondern als Portfolio von Werttreibern zu organisieren:

Lighthouse-Projekte mit klarem Value-Fokus definieren statt zehn parallelen Initiativen: 2–3 Leuchttürme, die

  • schnell sichtbaren, messbaren Wert liefern und
  • sich gut skalieren und in andere Domänen übertragen lassen.

Insight-to-Action-Ketten für jeden Lighthouse-Use-Case modellieren

  • Wo entsteht der Insight?
  • Wo wird entschieden?
  • In welchem System wird gehandelt?
  • Wie und wann wird die Wirkung gemessen?

Value Measurement als festen Bestandteil des Betriebs etablieren

  • Wiederkehrende Reviews von KPIs, nicht nur Projekt-Statusberichte
  • Klare Verantwortlichkeiten („Value Owner“/Business Product Owner)
  • Anpassung von Zielen, Maßnahmen und Modellen auf Basis der gemessenen Effekte

Erkenntnisse zurück in Strategie und Roadmap spielen: Erfolgreiche Use Cases werden skaliert, gescheiterte liefern bewusst Learnings. Datenstrategie wird so zu einem lernenden System, statt ein statisches Papierdokument zu bleiben.

Wie adesso unterstützt: Value Measurement als missing link

In vielen Projekten begleiten wir Unternehmen genau in dieser kritischen Phase: der Übersetzung von Insights in konsequente Action und in messbare, nachvollziehbare Value-Cases.

Typische Beiträge:

  • Strukturierung eines Data Value Frameworks
  • Aufbau von Value Measurement entlang definierter Use Cases
  • Definition von zielgerichteten KPIs und Messkonzepten inkl. Zeitachsen
  • AI driven Assessments von Wert-Potenzialen und Prozessen
  • Konzeption der notwendigen Anpassungen in operativen Prozessen und Systemen, damit Maßnahmen überhaupt greifen können

So entsteht eine Datenlandschaft, in der der Erfolg von Dateninitiativen nicht mehr geschätzt, sondern nachgewiesen wird und in der jeder neue Use Case von Anfang an auf Wertschöpfung ausgerichtet ist.

Nächster Schritt: Vom Lesen ins Handeln kommen

Wenn ihr das Gefühl haben, dass eure Datenarchitektur „auf dem Papier“ gut aussieht, im Alltag aber noch nicht richtig greift, sprecht unsere Fachleute an!

Unverbindlicher Pre-Call: 30 Minuten, in denen wir die aktuelle Situation einordnen und mögliche nächste Schritte skizzieren.

Bei Interesse reichen eine kurze Mail oder eine Kontaktanfrage mit dem Stichwort „Datenökosystem“ – dann melde ich mich mit Vorschlägen zurück.


Data Driven

Vom Datenchaos zum datengetriebenen Unternehmen

Daten sind die Schlüsselressource der Digitalisierung. Sie ermöglichen die Optimierung der Customer Journey, fundierte und effiziente Entscheidungen sowie die Automatisierung von Prozessen und bilden die Grundlage für jede Form von künstlicher Intelligenz.

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Bild Tobias Jasinski

Autor Tobias Jasinski

Tobias Jasinski ist Principal Consultant und Lead Consultant für Data & AI Strategy mit branchenübergreifender Erfahrung in Daten- und Digitalisierungsprojekten. Er entwickelt und implementiert Datenstrategien, berät Management und Führungskräfte beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Datenorganisationen und verantwortet die Umsetzung als Projektleiter. Sein Fokus liegt auf der strategischen Ausrichtung von Data-&-Analytics-Initiativen, der Definition von Zielbildern für Data & AI sowie der Gestaltung von Governance- und Organisationsmodellen. Als agiler Coach begleitet er Veränderungsprozesse und unterstützt Unternehmen dabei, datengetriebene Arbeitsweisen nachhaltig zu verankern.

Kategorie:

KI

Schlagwörter:

Data Driven Services


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