Wie die Witt-Gruppe mit MuleSoft und adesso SE ihre Systemintegration neu aufstellt

Hintergrund: Datensilos mit MuleSoft Anypoint Platform aufbrechen

Die Witt-Gruppe ist ein Modeunternehmen für Frauen ab 50 und Teil der Otto Group. Rund 20 Millionen Kundinnen nutzen die Marken, Shops und Services des Unternehmens. Gleichzeitig entwickelt sich die Witt-Gruppe konsequent zu einem modernen, digitalen Omnichannel-Händler. Damit Kundinnen über alle analogen und digitalen Kanäle hinweg ein nahtloses Einkaufserlebnis erhalten, müssen Anwendungen, Daten und Prozesse zuverlässig zusammenspielen. Die gewachsene IT-Landschaft mit unterschiedlichen Anwendungen, Datenquellen sowie Cloud- und On-Premises-Systemen erschwerte jedoch zunehmend den durchgängigen Datenaustausch.

Um Datensilos aufzubrechen, neue Systeme schneller anzubinden und digitale Services effizient bereitzustellen, benötigte die Witt-Gruppe eine zukunftsfähige Integrationsplattform. Gemeinsam mit adesso führte sie MuleSoft als zentralen Integrationslayer ein und schuf mit einer Integration Factory zugleich die organisatorische Grundlage für die Entwicklung und den Betrieb künftiger Schnittstellen.

Die Herausforderung: Eine gewachsene Architektur stößt an Grenzen

Die bestehende Systemlandschaft der Witt-Gruppe war durch Eigenentwicklungen, eine monolithisch geprägte Architektur und eine zentrale Datenbank gekennzeichnet. Mit steigenden Anforderungen an das digitale Geschäftsmodell wurden Erweiterungen und die Verbindung von Anwendungen zunehmend anspruchsvoller.

Gleichzeitig sollte eine hybride Landschaft aus Cloud- und On-Premises-Systemen verbunden werden. Dafür benötigte die Witt-Gruppe eine standardisierte Integrationsarchitektur, die klassische Schnittstellen ebenso unterstützt wie APIs und ereignisbasierte Kommunikation in Echtzeit. Ein erster wichtiger Anwendungsbereich war die bidirektionale Verbindung von Salesforce CRM mit bestehenden Backend-Systemen.

Mit dem Aufbau einer API-First-Architektur schuf die Witt-Gruppe zugleich die Voraussetzung für die Anbindung des derzeit im Rollout befindlichen SAP S/4 ERP. Wiederverwendbare MuleSoft-Schnittstellen sollen dabei schnelle Integrationsprozesse ermöglichen und das weitere Wachstum der Systemlandschaft unterstützen.

Die neue Lösung sollte jedoch nicht nur technisch funktionieren. Ebenso entscheidend waren klare Standards, automatisierte Workflows für Entwicklung und Implementierung, verlässliche Betriebsmodelle sowie der Aufbau eigener Kompetenzen innerhalb der Organisation.

Der gemeinsame Weg: Integration ganzheitlich denken – mit MuleSoft von Salesforce

adesso begleitete die Witt-Gruppe bei der Einführung von MuleSoft als zentraler Integrationsplattform. Dabei betrachtete das gemeinsame Team nicht nur einzelne Schnittstellen, sondern die gesamte Grundlage für eine nachhaltige Integrationslandschaft. Im Mittelpunkt standen eine skalierbare Architektur, wiederverwendbare APIs und einheitliche technische sowie organisatorische Standards.

Automatisierte CI/CD-Prozesse unterstützen dabei, neue Integrationen strukturiert und qualitätsgesichert über verschiedene Umgebungen hinweg bereitzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Aufbau der Integration Factory. Sie bündelt Methoden, Rollen, Standards und Verantwortlichkeiten und schafft damit einen verlässlichen Rahmen für neue Integrationsvorhaben. Schulungen, Coaching und die enge Zusammenarbeit im gemeinsamen Projektteam unterstützten die Witt-Gruppe dabei, das erforderliche Know-how schrittweise in der eigenen Organisation zu verankern.

„Bei der Einführung von MuleSoft als zentraler Integrationslayer und dem Aufbau unserer Integration Factory haben wir adesso als äußerst professionellen, vertrauenswürdigen und zuverlässigen Partner erlebt. Durch ihr hohes architektonisches Know-how und ihre Integrationskompetenz konnten wir deutlich von der Erfahrung mit MuleSoft profitieren.“

Matthias Herreiner, Domain Owner / Abteilungsleiter Development Platform & Integration (DPI), Witt-Gruppe

Die Lösung: Ein zentraler Integrationslayer mit klaren Standards und optimaler Connectivity

Mit der MuleSoft Anypoint Platform entstand die technologische Basis für die strukturierte Anbindung heterogener Systeme. Die Architektur folgt dem Prinzip der API-led Connectivity und trennt den Zugriff auf Quellsysteme, die Verarbeitung fachlicher Abläufe und die Bereitstellung für Anwendungen voneinander.

Dadurch lassen sich Integrationen modular aufbauen und Komponenten in weiteren Szenarien wiederverwenden. Neben Salesforce können unter anderem Datenbanken, Cloud-Anwendungen, Microservices und bestehende On-Premises-Systeme über standardisierte Schnittstellen eingebunden werden. Die Architektur unterstützt neben klassischen APIs und REST auch ereignisbasierte Szenarien und schafft damit die Basis für eine zeitnahe Verarbeitung von Geschäftsereignissen.

„Unser Ziel war nicht, lediglich eine weitere Middleware einzuführen. Gemeinsam mit der Witt-Gruppe haben wir mit MuleSoft eine Integrationsarchitektur aufgebaut, die technologische Standards, Betriebsfähigkeit und organisatorische Verantwortung miteinander verbindet.“

Daniel Sedlacek, Senior Business Developer Salesforce, adesso

adesso Leistungen bei der Integration mit MuleSoft: Strategie, Entwicklung und Befähigung

adesso begleitete die Witt-Gruppe durch den gesamten Transformationsprozess und führte gemeinsam mit den internen Teams die MuleSoft Anypoint Platform als strategische Integrationsschicht ein. Das adesso-Team entwarf eine skalierbare API-led Architektur, entwickelte ein Canonical Data Model zur Vereinheitlichung zentraler Geschäftsobjekte und implementierte produktive APIs für die Anbindung von Salesforce und dem bestehenden Legacy-ERP.

Darüber hinaus etablierte adesso eine CI/CD-Pipeline mit GitHub Actions und automatisierte damit Builds, Tests und Deployments. Das Team definierte einheitliche Vorgaben für Sicherheit, Fehlerbehandlung, Logging und Monitoring und erarbeitete ein umfassendes Betriebskonzept mit Governance, Best Practices, Integration Patterns sowie einem klaren Betriebs- und Rollenmodell. Mit dem Aufbau der Integration Factory schuf adesso zudem die organisatorische Grundlage für zukünftige Integrationsvorhaben und verankerte das erforderliche Know-how durch gezielte Schulungen und Coachings bei der Witt-Gruppe.

Das Ergebnis: Eine skalierbare Basis für die weitere Digitalisierung

Mit MuleSoft als zentralem Integrationslayer verfügt die Witt-Gruppe über einen einheitlichen Ausgangspunkt, um Anwendungen und Daten über Systemgrenzen hinweg zu verbinden. Die Integration Factory sorgt dafür, dass neue Schnittstellen nach gemeinsamen Prinzipien geplant, entwickelt und betrieben werden können.

Damit reduziert die Witt-Gruppe die Abhängigkeit von individuellen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und schafft mehr Transparenz und Wiederverwendbarkeit in ihrer Integrationslandschaft. Klare Architektur- und Governance-Vorgaben unterstützen zugleich einen sicheren und wartbaren Betrieb.

Der Mehrwert für die Witt-Gruppe

  • Einheitliche Basis für die Integration von Salesforce Cloud- und On-Premises-Systemen
  • Klare Standards für Entwicklung, Deployment und Betrieb
  • Wiederverwendbare APIs und Integrationsbausteine
  • Schnellere und effizientere Umsetzung neuer Integrationsanforderungen
  • Verbesserte Wartbarkeit und Transparenz der Schnittstellenlandschaft
  • Aufbau eigener Datenintegrationskompetenz durch eine Integration Factory
  • Skalierbares Fundament für weitere Omnichannel- und Digitalisierungsinitiativen

Die Zusammenarbeit zeigt, dass eine moderne Integrationsplattform weit mehr ist als eine technische Middleware. Erst durch das Zusammenspiel von API-Architektur, Governance, automatisierten Prozessen und organisatorischem Enablement entsteht eine Basis, die die digitale Transformation langfristig trägt.

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Über den Kunden: Die Witt-Gruppe

Das internationale Handelsunternehmen mit Hauptsitz im oberpfälzischen Weiden blickt auf eine Erfolgsgeschichte seit 1907 zurück. Mit mehreren etablierten Marken ist die Witt-Gruppe in zehn Ländern aktiv – gestützt auf über 20 Online-Shops, rund 110 eigene Filialen und eine Logistik, die täglich etwa 130.000 Sendungen bewegt. Seit 1987 ist die Witt-Gruppe als Fokusunternehmen Teil der Otto Group.