Viele Organisationen stehen beim Thema Barrierefreiheit eigentlich vor hervorragenden Startbedingungen: Die Betriebssysteme iOS und Android bringen bereits ab Werk mächtige Hilfsmittel wie die Screenreader VoiceOver und TalkBack, Sprachausgabe, dynamische Textgrößen, Kontrastanpassungen sowie alternative Eingabemethoden mit. Für mobile Entwicklungsteams liegt die eigentliche Aufgabe darin, diese integrierten Barrierefreiheits-Features konsequent anzusteuern. Eigene Komponenten, interaktive Elemente und Navigationspfade müssen so programmiert werden, dass sie fehlerfrei mit den Systemeinstellungen der Nutzenden interagieren.
Genau an dieser Schnittstelle zeigen sich in der Praxis häufig gravierende Unterschiede zwischen einem technisch unauffälligen Tool-Report und im Alltag tatsächlich nutzbarer, barrierefreier Apps. Ein fehlerfreier automatisierter Scan führt in der Praxis oft zu der Annahme, die Barrierefreiheit sei damit bereits vollständig gelöst. Der reale Test mit den Bordmitteln des Betriebssystems offenbart jedoch meist schnell, wo die Verbindung zwischen Code und Hilfsmittel noch nicht optimal greift.
In diesem praxisorientierten Webinar werfen wir einen fundierten Blick hinter die Kulissen der barrierefreien App-Entwicklung. Anhand eines realen Experiments vergleichen wir drei gängige automatisierte Testing-Tools an derselben App-Version. Wir demonstrieren direkt am Bildschirm, welche Hürden die Tools zuverlässig melden, wo Schnittstellen zum Betriebssystem brechen und welche Fehler nur durch eine gezielte manuelle Prüfung aufgedeckt werden können. Erfahren Sie, wie Sie ein pragmatisches und effizientes Prüfmodell etablieren, das automatisierte Tests als kontinuierliches Sicherheitsnetz nutzt und durch die passenden manuellen Workflows ergänzt – für maximale Accessibility und verlässliche BFSG- und BITV 2.0-Compliance auf iOS und Android.
Wann:
- 28.10.2026 | 10:00 - 11:00 Uhr