Phase 3

Marktzugänge erkennen und nutzen

Alternative Geschäftsmodelle

Kaum ein Zielmarkt ist so reguliert und dermaßen mit unterschiedlichen Bedingungen durchsetzt, wie der Gesundheitsmarkt. Eine zentrale Zugangsregelung für medizinische Apps zu den Märkten der gesetzlich Versicherten war überfällig. Der Eintritt digitaler Lösungsprodukte in die Regelversorgung wird nun klar aufgezeigt, wobei die bisherigen, alternativen Zugangswege nicht ersetzt werden. Unsere Expertinnen und Experten lokalisieren und fördern die Möglichkeiten der alternativen Marktzugänge Ihrer DiGA.

Hilfmittelverzeichnis

Es gibt keine spezifischen Regelungen für Softwares oder Apps, um als Hilfsmittel zugelassen zu werden. Über die Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis entscheidet der Spitzenverband Bund der Krankenkassen. Hersteller sind in der Pflicht, die Funktionstauglichkeit, die Sicherheit, die Erfüllung der Qualitätsanforderungen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und des medizinischen Nutzens nachzuweisen.

Weiterentwicklung der Versorgung

Laut §§63, 64 SGB V können Krankenkassen einer Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit ihrer Versorgungmodellvorhaben zur Weiterentwicklung der Verfahrens-, Organisations-, Finanzierungs- und Vergütungsformen der Leistungserbringung nachkommen. Hier werden unter anderem Modellvorhaben adressiert, die bisher nicht in der Regelversorgung verankert waren. Damit wird es möglich, dass Medical Apps mit und ohne CE-Zulassung von Krankenkassen finanziert werden.

Präventions-Apps

Krankenkassen haben die Möglichkeit, ihren Mitgliedern verschiedene Gesundheitsinformationen bereitzustellen, gesundheitliche Aufklärung zu betreiben sowie Apps zur Optimierung der Kommunikations- und Verwaltungsaufwände anzubieten. Solche informativen Apps dienen zur Kundenbindung und/oder -gewinnung.

Selektivverträge

Versorgungsszenarien verschiedener Art werden durch die sogenannten „140a-Verträge“ adressiert. Entsprechend des dazugehörigen Paragrafen SGB V werden App-gestützte Versorgungsformen, die über einen sektor- oder fachübergreifenden Charakter verfügen, finanzierungsfähig. Werden die betreffenden Verträge direkt zwischen der Krankenkasse und dem App-Hersteller geschlossen, gelten besondere Anforderungen an den Hersteller im Sinne der neuen Medical Device Regulation (Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte).

Rehabilitation

App-Lösungen, die eine Rehabilitation oder unterstützende Maßnahmen derer fördern und sich unmittelbar an Klinikaufenthalte anschließen, können ebenfalls nach SGB V § 43 von Krankenkassen übernommen werden. Dies kann zum Beispiel Reha-, Nachsorgemaßnahmen oder auch Schulungen betreffen.

Medizinische Apps für den stationären Bereich

Grundsätzlich werden Krankenhaus- und Klinikleistungen über das sogenannte DRG-System (Diagnosis-Related-Groups) fakturiert. Entsprechend stehen Krankenhäusern die Wahl und die Bezahlung einer App frei. Verträge werden direkt zwischen den Leistungserbringern und App-Herstellern verhandelt. Ob eine App dabei ein Medizinprodukt sein muss oder nicht, hängt vom adressierten Versorgungsprozess und dem erzeugten medizinischen Nutzen ab.

Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenkassen

Prinzipiell handelt es sich bei der Regelversorgung um einen kollektiven Vertrag zwischen der kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der Krankenkassen. Dieser gilt für die ambulante sowie vertragsärztliche Versorgung und ist grundsätzlich für alle geeigneten Kassen- oder Vertragsärzte erbringbar und abrechenbar.

Mit unserer Expertise in den Bereichen IT-Architektur und Mobile-Architektur beraten und unterstützen wir Sie gerne bei alternativen Marktzugängen. Während der gesamten Prozessbegleitung steht adesso Ihnen als kompetenter Partner jederzeit zur Seite und entwickelt eine optimale Lösung, die Ihre sowie die Bedürfnisse Ihrer Kunden gleichermaßen erfüllen.

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Sie möchten erfahren, wie wir Sie bei den Herausforderungen von der CE-Kennzeichnung zur DiGA unterstützen können? Sprechen Sie uns an!

Die 4. Phase: Die richtige Marke entwickeln und etablieren

Für den Erfolg Ihrer digitalen Gesundheitsanwendung ist, neben der Entwicklung einer Marke, die Durchführung von entsprechenden Marketingmaßnahmen grundlegend. Wie das gelingt, erfahren Sie in der vierten Phase.

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