adesso goes University

adesso School of Coding and Software Engineering startet in Potsdam

Zwei Partner - ein gemeinsames Ziel

Prof. Dr. Volker Gruhn, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der adesso SE, und Prof. Dr. Stefanie Fiege, akademische Leiterin der XU Exponential University of Applied Sciences, stellen ihre zukünftige Zusammenarbeit im Rahmen der neuen „adesso School of Coding and Software Engineering“ an der XU Exponential University in Potsdam-Babelsberg vor.

Paukenschlag für IT-Dienstleister adesso

Ab Oktober 2020 wird es einen Studiengang an der privaten Hochschule XU Exponential University of Applied Sciences in Potsdam geben, der den Namen von adesso trägt. Im kommenden Wintersemester startet die „adesso School of Coding and Software Engineering“ an der noch jungen Hochschule, die Ende 2018 vom Wissenschaftsministerium des Landes Brandenburg staatlich anerkannt wurde.

Die Besonderheit: Die XU Exponential University of Applied Sciences, kurz XU Exponential University, ist Deutschlands erste staatlich anerkannte Hochschule für Digitalisierung und Technologie. Mit diesem klaren Fokus passt solch eine Fachhochschule natürlich bestens zu einem Digitalisierungsexperten wie adesso – und adesso als erfahrener Praxispartner wiederum zur XU.

adesso wird hier nicht nur Namensgeber für einen Studiengang sein, das Engagement reicht weiter: „Wir werden hier auch maßgebliche Akzente in Lehre, Ausbildung und Praxiserfahrung der Studierenden setzen“, fasst Prof. Dr. Volker Gruhn zusammen. Gruhn hat adesso vor 23 Jahren gegründet und ist heute Aufsichtsratsvorsitzender der adesso SE. Daneben ist er Lehrstuhlinhaber für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefanie Fiege, der akademischen Leiterin der XU Exponential University, erläutert Gruhn, wie diese neue Partnerschaft aussieht und was die Studierenden erwartet.

aditorial: Warum engagiert sich ein IT-Dienstleister wie adesso nun im Hochschulbetrieb – gar mit einem eigenen Studiengang?

Volker Gruhn: adesso ist seit jeher nah dran an Wissenschaft und Forschung. In einem Hightech-Unternehmen wie unserem ist dies praktisch unverzichtbar. Diese Nähe zu den modernsten Erkenntnissen aus der Wissenschaft steigert auf lange Sicht die Innovationskraft und hilft uns, die zentralen Zukunftsthemen zu adressieren. So ist adesso bereits an mehr als zwanzig interdisziplinären Forschungsprojekten beteiligt gewesen. Oft auch federführend. Als Hochschullehrer habe ich persönlich seit vielen Jahren mit Forschung und Lehre zu tun und bin in diesem Bereich gut vernetzt. Die enge Begleitung eines Studiengangs für Coding und Software Engineering an einer Hochschule für Digitalisierung erschien uns hier nur logisch. Für mich persönlich ist das ein lang gehegter Wunsch – diese enge Verzahnung von Wirtschafts- und Wissenschaftsbetrieb.


Prof. Dr. Volker Gruhn, Gründer von adesso und Vorsitzender des Aufsichtsrates (Copyright: Julia Hermann)

Frau Prof. Fiege, wie kamen Sie auf die Idee, ein Industrieunternehmen quasi als Paten für einen Studiengang zu gewinnen?

Stefanie Fiege: Das Studium an der XU Exponential University setzt von Anfang an auf maximalen Praxisbezug. Wir haben hier einen Ort für die „künftigen Heldinnen und Helden des digitalen Wandels“ geschaffen, wie wir unsere Studierenden auch gern nennen. Dazu arbeiten wir auf unterschiedlichste Weise mit führenden Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Technik und Forschung zusammen. Ein Studium an unserer Hochschule bedeutet von Anfang an praxisnahe Projektarbeit, Experimentieren und Prototyping. Mit einem Partner wie adesso, der die Kompetenzvermittlung aktiv mitgestalten und erfahrene Dozenten stellen kann, garantieren wir den Studierenden eine Ausbildung auf der Höhe der Zeit.


Prof. Dr. Stefanie Fiege, akademische Leiterin der XU Exponential University of Applied Sciences in Potsdam (Copyright: XU Exponential University)

Wie sieht das ganz praktisch aus?

Volker Gruhn: Wir können die Studierenden hautnah in Praxisprojekte bei unseren Kunden einbinden. Das wird alleine schon durch die räumliche Nähe möglich. In unmittelbarer Nachbarschaft der XU Exponential University wird adesso demnächst eine neue Geschäftsstelle, adesso Potsdam, eröffnen. So können wir den Studierenden eine Werkstudententätigkeit sozusagen gleich nebenan anbieten. Beide Institutionen sind auf dem Campus des Filmparks Babelsberg angesiedelt. Vormittags Uni, nachmittags Projektarbeit bei adesso – so könnte das für Studierende dort zukünftig aussehen.

Stefanie Fiege: Wir bieten unseren Studierenden in unserem „3+2-Modell“ die Möglichkeit, an drei Tagen bei uns zu studieren und an den anderen beiden Tagen bereits in Unternehmen praktische Erfahrungen zu sammeln. Diese Flexibilität kommt vielen zugute, wenn man sich die Studiengebühren selbst verdienen muss – gleichzeitig können die Studierenden das Erlernte direkt in einem beruflichen Kontext anwenden. Dazu arbeitet die XU mit Unternehmen wie adesso und auch anderen Institutionen zusammen.

Warum sollte man an der adesso School Programmieren lernen? Es gibt ungezählte Informatik-Studiengänge an öffentlichen und privaten Universitäten und Fachhochschulen.

Volker Gruhn: Durch unsere langjährigen und vielfältigen Erfahrungen wissen wir, was die Anforderungen der Arbeitsmärkte der Zukunft sind und welche Jobprofile und Kompetenzen die besten Softwareentwickler in der Republik aufweisen sollten. Wir vermitteln hier die neuesten Technologien, Methoden und Tools und arbeiten mit den Studierenden an Fallbeispielen aus der Praxis sowie in konkreten Projekten, die sie bestmöglich auf ihre Arbeit vorbereiten. Und die Kombination mit einer Werkstudententätigkeit bei adesso gleich nebenan ist natürlich unschlagbar. Darüber hinaus können wir in diesem Lehrangebot unsere Vorstellung von einem ganzheitlichen Software-Engineering-Profil einbringen.

Sie meinen das Stichwort Hochschulen als „Digitale Bauhäuser“ der Zukunft?

Volker Gruhn: Ja, genau. Diese Zusammenarbeit gibt adesso die Chance, an der XU Exponential University ganz das konkret umzusetzen, was wir in Bezug auf die Schaffung von modernen, zukunftsfähigen IT-Hochschulen postuliert haben. Wir unterstützen ja als Unternehmen die Reform der Informatik-Ausbildung und die dazugehörige Initiative des Bitkom mit seinem „Digital-Design-Manifest“. Mit unserer adesso School können wir alsbald unseren Beitrag dafür leisten, dass aus Informatik-Fakultäten „Digitale Bauhäuser“ der Zukunft werden, an denen Informatiker eine Ausbildung als „Digital Designer“ erfahren. Der Digital Designer, vergleichbar mit dem Architekten im Bauwesen, verfügt über ein ganzheitliches, interdisziplinäres Wissen rund um Softwareentwicklung und umfassendes Know-how über die Zusammenhänge in unserer digitalen Welt, also eine integrierte Vision für digitale Produkte, Prozesse, Services, Geschäftsmodelle und Systeme.

Welche Studiengänge bietet die XU darüber hinaus noch an?

Stefanie Fiege: Neben Coding und Software Engineering können Studierende aktuell in den Fachrichtungen Digital Business und Digital Marketing ihren Bachelor erwerben. Außerdem bieten wir Bachelorstudiengänge im Bereich Data Science und Industry 4.0 an. Abgerundet wird unser Profil durch einen Master in Digital Transformation, weitere Masterstudiengänge sind in Planung und Akkreditierung. Mit unserem konsequent praxisfokussierten Lehrangebot wollen wir den Nerv der Zeit treffen. Um die Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft zu bewältigen, benötigen wir die Digitalisierung in allen Bereichen unseres Lebens – und dazu Experten, die als ganzheitliche Wissensträger fungieren und diese verantwortliche Rolle für Wirtschaft und Gesellschaft ausfüllen. Diese digitalen Heldinnen und Helden hervorzubringen, dafür ist die XU Exponential University vor Anfang 2019 angetreten.

Gemeinsam sind Sie der Ansicht, dass die Zukunft junger, talentierter Menschen nicht an finanziellen Mitteln scheitern darf, und haben daher ein Stipendienprogramm aufgesetzt?

Volker Gruhn: So ist es! adesso vergibt für das Wintersemester 2020/21 zwei Stipendien an junge, talentierte Frauen, die Software Engineering studieren möchten. Die „She for IT“ -Stipendien sind benannt nach unserer Frauen-Initiative „She for IT “ zur Stärkung und Förderung von Frauen in Digital- und IT-Berufen.

Stefanie Fiege: Und unsere Hochschule wird ergänzend zwei allgemein ausgeschriebene Stipendien unter dem Namen „Step Forward@XU“ vergeben. Hierfür können sich Frauen und Männer gleichermaßen bewerben. Bewerbungsfrist ist der 15. Juni 2020. Nähere Informationen gibt es auf unserer Website.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg für diese gemeinsame Hochschulinitiative!

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